Liste bekannter Zuschussverlage / DKZV / Pseudoverlage / Dienstleisterverlage



Aufgeführt werden in dieser privat geführten Liste Zuschussverlage / Pseudo-Verlage / DKZVs / Dienstleisterverlage und deren Partnerunternehmen, die nachweislich von Autoren für die Annahme, Vermittlung oder Veröffentlichung ihrer literarischen Werke (Bücher und/oder eBooks) Beträge als sogenannten Zuschuss oder Beteiligung verlangt haben bzw. verlangen (z. B.: Produktionskosten/Druckkosten, Cover/Illustrationen, Lektorat/Korrektorat, Layout/Satz, ISBN, PR, Marketing, Kaution, Manuskriptprüfung, Textbeiträge in Anthologien, Pflichtabnahmen, Pflichtbeiträge für Vereine, Messekosten, Vermittlung an Dienstleister, eBook-Erstellung und -Vertrieb) oder den Autor in anderer Form an den Kosten bzw. dem unternehmerischen Risiko der Veröffentlichung beteiligen oder beteiligt haben.
Hierzu gehören auch Dienstleistungen, die unter dem Verlagslabel angeboten wurden bzw. werden. Dabei ist es unerheblich, ob diese Kosten "versteckt" oder transparent ersichtlich sind oder ob es sich um hohe oder geringe Zuschüsse handelt oder diese Angaben nach Listung gelöscht/verändert werden.

Es werden Pseudoverlage und deren Partnerunternehmen gelistet
ganz gleich, ob es sich um große, mittlere oder kleine Firmen handelt.

Verlage, die Geld nehmen, sollten von Anfang an erkennbar sein!


Hinweis: Faire Dienstleister der Buchbranche gehören nicht auf diese Liste, da es sich um seriöse, transparente Dienstleistungsunternehmen handelt, die sich nicht "Verlage" nennen und die ihre Plattformen zur Veröffentlichung von Büchern und eBooks mit verschiedenen Dienstleistungspaketen gegen entsprechende Beiträge (incl. Preisrechner) zur Verfügung stellen. Nicht zu verwechseln mit der Tatsache, dass wenn der Autor die ISBN von einem Dienstleister, z. B. Print on Demand, bezieht dieser als Verlag im Impressum stehen muss. Das hat mit der in der ISBN enthaltenen/von der MVB zugeteilten Verlagsnummer zu tun (in einem solchen Fall verlegt der Dienstleister zwar das Werk, ist aber kein Verlag und bezeichnet sich auch nicht als solcher! Ein Dienstleister hat keine Verwertungsrechte am Buch, diese bleiben beim Autor). Ebenso sind Verlage für reine wissenschaftliche Fachschriften nicht als Pseudoverlage zu betrachten.
Es ist nicht möglich, alle DKZVs zu outen, darauf kommt es uns nicht an. Wir möchten durch die grundsätzliche Aufklärung vor allem unerfahrenen Autoren Informationen an die Hand geben, um einen Pseudoverlag an sich zu erkennen das allein ist unser Ziel.
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2A Verlag – Akademie freier Autoren, Hamburg
Amicus Verlag, Föritz/Weidhausen 

Asaro Verlag, Sprakensehl-Hagen 
August von Goethe Literaturverlag, Frankfurt
Aurora Buchverlag, Berlin
axel dielmann-Verlag KG, Frankfurt
Baeschlin Verlag / Th. Gut Verlag, Glarus (CH)  

BAR-Verlag, Lübeck 
Brentano-Gesellschaft Frankfurt/M. mbH, Frankfurt (Dienstanbieter von Deutsches Literaturfernsehen)
Books-for-Friends Verlag, Bochum
Buchverlag Andrea Stangl, Paderborn
 
BuS-Verlag, Berlin
Bund Deutscher Schriftsteller BDS e.V., Dietzenbach
(BDS vermittelt an DKZVs und missbraucht mittels deutscher Domäne den Namen vom Aktionsbündnis fairer Verlage!)
Contessa Verlag, Güntersleben
Cornelia Goethe Literaturverlag, Frankfurt
DeBehr Verlag, Radeberg 
demand Verlag, Waldburg
DENICLAN Verlag, Freiburg
Der Neue Morgen, Rudolstadt
Design Pavoni Verlag, Bocholt
Deutsche Literaturgesellschaft, Berlin
(Tochterunternehmen von Europäische Verlagsgesellschaften GmbH)
Dortmund-Verlag.de, Dortmund
Druck & Verlagshaus Mainz GmbH, Aachen
Edition Blaes, Der kleine Verlag am Ammersee, Schondorf
 
Edition Fischer / R.G. Fischer Verlag, Frankfurt 
èditions trèves, Trier
edition wendepunkt, Weiden (Unternehmen vom Wendepunkt Verlag)
 

edition winterwork, Borsdorf
Effecteve Verlag, München
EINBUCH Buch- und Literaturverlag, Leipzig
Elb Verlag, Magdeburg
Engelsdorfer Verlag / Dorante Edition, Leipzig
EPLA-Verlag, Ganderkesee
Europäische Verlagsgesellschaften GmbH, Zug (CH)

Firstedition, Sprakensehl-Hagen (Service des Asaro Verlags)
Fouqué Literaturverlag, Frankfurt
Frankfurter Literaturverlag GmbH, Frankfurt
Frankfurter Taschenbuchverlag GmbH, Frankfurt
Frankfurter Verlagsgruppe Holding AG August von Goethe, Frankfurt
Franzius-Verlag, Bremen
Frieling-Verlag, Berlin

F.v.B. Fürst v. Blankenfels Buchverlag & Consulting Ltd., Sascha Savas Bönisch, Berlin, London (UK)
Glossabooks, Viersen (Tochterunternehmen der Iris Kater Verlag & Medien GmbH)
Haag + Herchen Verlag GmbH, Frankfurt
Hartmut Becker Verlag, Kirchhain
Heimdall Verlag, Rheine
Helia Verlag OHG
, Neuwied

Herzsprung-Verlag GbR, M.+T. Meier, Feldkirch (A), c/o Papierfresserchen MTM-Verlag, Nonnenhorn
Hierophant Verlag, Heppenheim-Erbach
Holzheimer Verlag, Hamburg
IKO-Verlag für Interkulturelle Kommunikation, Berlin
Innsalz Verlag, Munderfing (A)

Iris Kater Verlag & Medien GmbH, Viersen   
Karin Fischer Verlag GmbH, Aachen 
Karina-Verlag, Wien (A)
Kern Verlag, Bayreuth
Khorshid Verlag, Frankfurt
Klecks-Verlag, Flörsbachtal-Kempfenbrunn
Kontrast Verlag, Pfalzfeld
Laudatio Verlag, Frankfurt
Leben in der Sprache, Presseck
Lexikus Verlag, Bad Kleinen
Libros Anaconda, Orihuela (E)
Literareon im Utz Verlag, München
Lyrikwelten-Verlag, Friedberg (Tochterunternehmen vom Verlagshaus Schlosser)
Marsh & Marsh, Persimplex Verlagsgruppe, Schwerin (vormals Persimplex Verlag, Wismar)
Machtwortverlag, Dessau

Mauer-Verlag, Rottenburg
Mechthild Adam Verlag, Würzburg
Medu-Verlag, Dreieich
Mein Buch Verlag / MeinBu.ch, Rodja Smolny, Zug (CH) (Tochterunternehmen von Europäische Verlagsgesellschaften GmbH)

net-Verlag Maria Weise, Tangerhütte-Cobbel
NOEL-Verlag, Oberhausen (bei Weilheim i.Obb.)
Novum Verlag / edition nove, novum publishing gmbh, Berlin, München, Neckenmarkt (A), Zürich (CH)
oekom verlag, München

Papierfresserchens MTM-Verlag GbR, M.+T. Meier, Nonnenhorn, ehem. Feldkirch (A) (Partnerverlag des Herzsprung Verlages)
Paramon Verlag, Frankfurt (Tochterunternehmen von Europäische Verlagsgesellschaften GmbH)
piepmatz Verlag, Rosenberg
Persimplex Verlag, Wismar
POSS Verlag, Wien (A)
Premieren-Verlag, Rothenburg (ob der Tauber)

Principal Verlag, Münster
pro literatur Verlag, Augsburg
Projekte-Verlag Cornelius GmbH, Halle (Saale) in Insolvenz
public bookmedia Buchverlag, Frankfurt
Rautenberg Media & Print Verlag KG (RMP), Troisdorf

Reimo-Verlag, Oberding
Reisebuchverlag Kastanienhof, Struppen
Renaissance Verlag, Marburg
R.G. Fischer Verlag / Edition Fischer, Frankfurt
RMd-Verlag, Gerbrunn
Rotblatt Verlag, Viersen
(Tochterunternehmen der Iris Kater Verlag & Medien GmbH)
Salonlöwe Verlag, Mainz
Schardt-Verlag, Oldenburg
Schweizer Bücherschiff, Frankfurt
Schweizer Literaturgesellschaft, Zug (CH) (Tochterunternehmen von Europäische Verlagsgesellschaften GmbH)
Self-Publishing, Rodja Smolny, Zug (CH) (Tochterunternehmen von Europäische Verlagsgesellschaften GmbH)  
Silbenflink-Verlag, Hanau
Siva-Natara Verlag, Reichenberg (Unterfranken)
sonderpunkt Verlag, Marianne Evrard & Julia Kisker GbR,
Münster
Soral PRO-Verlag, Graz (A)

Spiegelberg-Verlag, Angermünde, Fahrwangen (CH)
Südwestbuch-Verlag, SWB-Verlag, Stuttgart (Partner des Bundes Deutscher Schriftsteller)
Tebbert-Verlag, Münster
Telegonos-Publishing Verlag, Frielendorf (bietet unter gleichem Verlagslabel kostenpflichtige Dienstleistungen für eBooks an) 
Th. Gut Verlag / Baeschlin Verlag, Glarus (CH)
Titus Verlag, Wiesbaden
Torner Verlag, Hamburg 
Triga Verlag, Gründau-Rothenbergen
undercoverbooks im SWB-Verlag, Stuttgart
united p.c. Verlag, Berlin, Neckenmarkt (A) (Tochterunternehmen vom Novum Verlag)
VAT Verlag Andre Thiele, Mainz
VDS Verlagsdruckerei Schmidt, Verlag Ph. C. W. Schmidt, Neustadt an der Aisch
Venus Verlag, Rodenbach
Verlag am Park / Edition Ost, Berlin
Verlag der Goethe Werkstatt, Wetzlar 
Verlag junger Autoren, Merzhausen
Verlag Kern, Bayreuth
Verlag Leben in der Sprache, Presseck 
Verlag Neue Literatur, Jena
Verlagshaus Schlosser, Friedberg 
Verlag Schulz, Schoensee
verlagoo mws gmbh, Berlin (gegründet zur Übernahme der Wagner Verlag GmbH)
in Insolvenz  
Verlagsgruppe Mainz, Aachen
Verlagsgruppe Marsh & Marsh, Schwerin

Verlag Hartmut Becker, Kirchhain
Verlag Waldkirch, Mannheim

Verrai-Verlag, Stuttgart
Verweiledoch Verlag, Regensburg
Vindobona Verlag, Horitschon
Wagner Verlag GmbH, Gelnhausen in Insolvenz  
Weibsbilder-Verlag, Halle/Saale
Weimarer Schillerpresse, Frankfurt
W
iesenburg Verlag, Schweinfurt
Windsor Verlag
, Hamburg
winterwork / edition winterwork, Borsdorf
 
Zwiebelzwergverlag, Willebadessen

+++ aktualisiert: 23.11.2017 +++

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Die veröffentlichten privaten Informationen sind sorgfältig zusammengestellt, erheben aber keinen Anspruch auf Aktualität, sachliche Korrektheit oder Vollständigkeit; eine entsprechende Gewähr wird nicht übernommen. Die Nichtnennung in dieser Liste rechtfertigt daher keinen Rückschluss auf das Geschäftsmodell oder darauf, wie sinnvoll es wäre, hier gelistet zu werden. Haftungsansprüche, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen sowie die Verletzung von Urheber- und Verwertungsrechten verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen.
 
 

Einige relevante Rechtsprechungen:


Landgericht Stuttgart (Az. 17 O 338/06): "Denn nicht nur in Fachkreisen gilt es als unseriös, einen Zuschussverlag zu betreiben, in welchem die Autoren selbst die Erstellung ihrer eigenen Bücher bezahlen müssen." 

Das Landgericht München (Az. 4 6 U 2250/09) hat mit Urteil vom 05.02.2009 entschieden, dass der Begriff "Pseudoverlag" zulässig sei. Er, so der Wortlaut im Urteil, "charakterisiert und beschreibt den Unterschied der Leistungen des Dienstleisterverlages von denen der üblichen Publikumsverlage, die insbesondere die finanziellen Aufwendungen für die Herausgabe eines Manuskripts als Buch vorlegen". Weiter heißt es wörtlich in dem Urteil: "Die Dienstleisterverlage [...] sind eben keine Verlage, wie die herkömmlichen Verlage, wie sie im Verständnis auch der interessierten Verkehrskreise aber auch der Allgemeinheit bekannt sind."
  
Landgericht Frankfurt (Urteil vom 30.11.2006, Az. 3/11 O 136/06): Das LG Frankfurt stellt einen Verstoß gegen § 5 UWG fest: "Wirbt ein so genannter Zuschussverlag, bei dem der Autor für die Veröffentlichung seines Werkes einen eigenen finanziellen Beitrag zu leisten hat, mit dem Hinweis, seine Verträge seien auf ihre Vereinbarkeit mit dem Verlagsgesetz überprüft und empfohlen, so ist dieser Hinweis irreführend. Denn die Regelungen des Verlagsgesetzes sehen einen Zuschuss des Autors zu den Publikationskosten gerade nicht vor. Dies gilt auch dann, wenn wegen der Dispositivität dieser Regelungen ein Verstoß gegen das Verlagsgesetz nicht vorliegt."
  
OLG München (Urteil vom 13.07.2009, Az. 4 6 U 2250/09): "Die Dienstleisterverlage, wie eben die der Klägerin, sind eben keine Verlage, wie die herkömmlichen Verlage, wie sie im Verständnis auch der interessierten Verkehrskreise aber auch der Allgemeinheit bekannt sind. [...] Üblichweise werden Bücher solcher Unternehmen kaum im Buchhandel angeboten."

OLG Köln (Urteil vom 16.12.2008, Az. 15 U 116/08) zur täuschenden Namenswahl von Druckkostenzuschuss- und Pseudoverlagen: Das Gericht bestätigt, dass im konkreten Fall mit "bewusst wohlklingende Namen und Bezeichnungen von ähnlich renommierten Verlagen und Vereinigungen" gearbeitet wird, "um so potentielle Autoren zu täuschen“. [...] Die in der Wahl der Unternehmensbezeichnungen zum Ausdruck gebrachte Systematik indiziert ein Täuschungsbewusstsein."
 
Bei Zuschussverlagen kann man kein Geld verdienen.
Finanzgericht Rheinland-Pfalz (Az. 2 K 1409/12 vom 14.08.2013): Kernaussage des Urteils: Wer Bücher bei einem Druckkostenzuschussverlag veröffentlicht, gibt damit zu erkennen, dass er das Schreiben nicht professionell betreibt, und kann deshalb dabei entstehende Verluste nicht steuerlich geltend machen. Dass der Kläger allein 4.841 Euro an "Publikationskosten" an den Verlag gezahlt hatte, wollte er selbst als Beweis für seine Gewinnerzielungsabsicht verstanden wissen. Das Gericht sah in dem "Druckkostenzuschuss" jedoch eher das Gegenteil, "weil die Druckkosten bereits zu Beginn der Tätigkeit einen Verlust ausgelöst hätten, der in den nachfolgenden Jahren nicht auszugleichen gewesen wäre", heißt es in der Pressemitteilung des Gerichts. "Um überhaupt mit Honoraren rechnen zu können, hätte der Kläger mehr als 1.000 Stück seines Werkes verkaufen müssen. Derartige Verkaufszahlen seien auch bei einem 'aktiveren' Marketing des Verlages bei einem Erstlingswerk nicht zu erreichen gewesen."
(Quelle: mediafon.net)


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Autoren gelisteter DKZVs, die der Meinung sind, dass durch diese Listung ihr Ruf geschädigt werde, sollten sich bei ihrem "Verlag" beschweren, nicht bei uns. Selbst wenn einige wenige Autoren aus einem obigen Unternehmen aktuell nichts zahlen, bedeutet das nicht automatisch, dass diese "Verlage" keine DKZVs sind. Gelistet sind Pseudoverlage, die nachweislich Beträge (Zuschüsse für Verlags-Leistungen) verlangt haben bzw. verlangen. Diese Nachweise liegen vor und werden aus Datenschutzgründen der betroffenen Autoren nicht veröffentlicht. Wir warnen lediglich vor solchen Vertragsabschlüssen, aber wir übernehmen nicht die Verantwortung nach Unterzeichnung. Aus Schaden wird man bekanntlich klug, so sollte man ebenso den Buhmann auf dem richtigen Platz aufstellen. Allen anderen Autoren wünschen wir viel Kraft, von diesen Verträgen loszukommen, und viel Erfolg für weitere Projekte ohne solche Knebelverträge.
Weiterhin möchten wir gelisteten Pseudoverlagen mitteilen, dass freie Meinungsäußerung in Deutschland herrscht und wir lediglich – wie man oben lesen kann – Aufklärung betreiben, u. a. Unternehmen mit bestimmten nachweisbaren Geschäftsmodellen listen, so, wie dies z. B. auch Verbraucherschutzverbände mit Inhaltsstoffen von Waschmitteln und deren Herstellern tun.