Freitag, 2. Juni 2017

Pseudoverlag? Nein, danke!



Sehr geehrte Autorinnen und Autoren sowie Leserinnen und Leser,

auf dieser unabhängigen Seite finden Sie wichtige Informationen zur Aufklärung über Druckkostenzuschussverlage (DKZV), auch Pseudoverlage oder Dienstleisterverlage oder Bezahlverlage oder Zuschussverlage genannt. Diese Unternehmen sind KEINE echten Verlage, da sie für ihre und/oder Fremd-Leistungen vom Autor Geld verlangen bzw. verlangt haben in Form von Druckkostenzuschüssen, Lektorat/Korrektorat/Satz, Cover, PR, Pflichtabnahmen, Textbeiträgen in Anthologien, E-Book-Vertrieb u. v. m. mit den fadenscheinigsten Begründungen.
Meist locken sie mit "Verlag sucht Autor" oder "Schreiben Sie? Wir verlegen Sie!" oder "Manuskript gesucht" u. Ä. Von einem seriösen Verlag werden Sie solche oder ähnliche Werbung niemals sehen. Die Pseudoverlage loben fast jedes eingereichte Manuskript über den Klee, nur um ihre Knebelverträge abzuschließen, die keinesfalls seriösen Verlagsverträgen entsprechen und Kosten beinhalten, die sie – wären sie echte Verlage – selbst vorschießen müssten.

Verlag kommt von "vor-legen".
(Einen ausführlich recherchierten Beitrag zur Wortherkunft lesen Sie bitte hier.)



Der Autor hat am Ende – wenn er einen solchen Knebelvertrag unterschreibt – zwar sein Buch in gedruckter Form (wenn er Glück hat, sogar auch als eBook), aber das war es auch schon. Nein, nicht ganz, sein Sparkonto ist geschröpft oder das des Sponsors ...

Das Buch wird von einem reinen DKZV weder wertgeschätzt, beworben noch wird sich in irgendeiner Form um den Autor oder die Vermarktung gekümmert, denn das Unternehmen hat ja bereits sein Geld und tut dann meist nichts mehr. 
Andere Unternehmen, deren Geschäftsmodelle verdeckter liegen, verlangen "nur" Zuschüsse für diverse "Sonderleistungen", z. B. Pflichtabnahmen der eigenen Bücher, womit über diesen Umweg ja doch Druckkosten eingenommen werden, oder das Buch auf einer Buchmesse auszustellen, womit sie ihren eigenen Stand finanzieren. 
Manche Pseudoverlage verstecken die Kosten für den Autor geschickt, indem sie z. B. für Korrektorat/Lektorat die Autorenmarge kürzen, wobei kein professionelles Lektorat vorgenommen, jedoch suggeriert wird. Oder es werden von der Marge Spendenanteile für den eigenen Verein abgezogen. Die betroffenen Autoren haben somit keine direkten Kosten und gehen davon aus, bei einem echten Verlag unter Vertrag zu stehen. 
Eine weitere Masche ist deren Aussage, man sei kein DKZV, biete jedoch aufgrund der Nachfrage oder anderer "Gegebenheiten" Dienstleistungen an. Dies ist ein Widerspruch in sich: entweder Verlag oder Dienstleister oder das Dienstleistungsunternehmen deutlich getrennt vom Verlag. Eine solche "Mischform", indem Dienstleistungen unter dem Verlagslabel angeboten wurden bzw. werden, ist eindeutig als DKZV/Pseudoverlag einzustufen


Da die Zuschussverlage mit den unterschiedlichsten Maschen weiterhin auf Autoren-Fang gehen, haben wir es uns – wie mittlerweile mehr als 60 Autorenverbände und Institutionen dies ebenso seit Jahren tun – zur Aufgabe gemacht, auf diese Missstände im Verlagswesen aufmerksam zu machen, die einseitig zu Lasten der Autoren gehen.

Es ist nicht möglich, alle DKZVs zu outen, darauf kommt es uns nicht an. Wir möchten durch die grundsätzliche Aufklärung vor allem unerfahrenen Autoren Informationen an die Hand geben, um einen Pseudoverlag an sich zu erkennen das allein ist unser Ziel.

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